Chronik der Schützengesellschaft von 1814 Bad Sachsa e.V.          1814 bis 1989


Frühjahr 1814 Aufruf an die wehrfähigen Bürger zum Eintritt in die »Landsturmcompagnie«. Die Meldungen ergehen so zahlreich, daß 3 Kompanien aufgestellt werden können: Die 1. mit Uniform, Gewehr, Säbel, Tschako, die 2. und 3. in Zivil mit Spießen oder Piken.
10.+ 11.7.1814 Erstes Freischießen. Geschossen wird von der heutigen Hindenburgstraße zum Schmelzteichdamm als Kugelfang. Erster Schützenkönig: Kreisamtmann Mehler.
1834 Erstes Freischießen für Bürgersöhne (»Burschenkönig«).
1848 Revolutionszeit. Vorübergehende Gründung einer Bürgerwehr.
Um 1860 Verlegung des Schießstandes in den Bereich unterhalb des heutigen Pädagogiums.
1885 Die älteste vorhandene Mitgliederliste enthält 98 Namen.
1885 Verlegung des Schießstandes in das Ostertal, um eine Belästigung der »Sommergäste« zu vermeiden. Überlassung des Platzes durch die Stadt. Bau eines Zeltes mit 2 Sälen.
Bis 1894 Allgemeine Uniformierung der Mitglieder ist abgeschlossen
14.7.1895 Datum der ältesten erhaltenen Satzung.
1902 Stiftung eines Schellenbaumes mit Adler durch Schützenmeister Friedrich Kälz.
1910 Hotelbesitzer Frind wird die Festbewirtung »für alle Zeiten« übertragen. Er baut ein eigenes Tanz- und Speisezelt.
Ab 1912 Schießen auf Scheiben mit 20 Ringen.
19.7.1914 100jähriges Jubiläum mit historischem Festumzug.
15.11.1914 Letzte Generalversammlung, da der 1. Weltkrieg begonnen hat.
25.3.1919 Erste Schützenversammlung nach dem Krieg. Das erste Schützenfest findet im Juli 1920 statt.
20.6.1920 Die Schützenkompanie verpflichtet sich gegenüber der Stadt zu Hilfeleistungen bei Bränden (Absperrungen).
1921 Die erste Telefonanlage wird im Schießstand installiert.
1923 Unnormale Preis- und Wirtschaftsverhältnisse durch die Inflation.
30.12.1925 Schützenmeister Friedrich Kälz legt nach 25 Jahren sein Amt nieder. Nachfolger wird Schützenbruder Otto Heise.
1928 Für die Festumzüge werden Holzgewehre angeschafft.
1929 Beitritt zum Südharzer Schützenbund.
22.6.1930 Erstes Wanderpreisschießen des Südharzer Schützenbundes in Bad Sachsa. Geschossen wird auf die Distanz von 175 m.
Juli 1930 Einweihung des ersten KK-Standes.
Ab 1936 Auch passive Mitglieder werden aufgenommen.
Ab 1938 Erstmaliges Ausschießen der Würden eines Volkskönigs und einer Volkskönigin.
Juli 1939 Jubiläumsfest zum 125-jährigen Bestehen der Schützenkompanie.

Gleichzeitig findet das 75-Jahresjubiläum von Bad Sachsa als Kurort statt

1939 - 1945 Im 2. Weltkrieg ruht jede Vereinstätigkeit
1945 Die Schützenkompanie wird auf Weisung der britischen Militärregierung aufgelöst.
15.9.1945 Der Schützenmeister übergibt die Gebäude und das Barvermögen an die Stadt Bad Sachsa.
26.2.1950 Erste Jahreshauptversammlung nach dem 2. Weltkrieg. Die Schützenkompanie benennt sich in Schützengesellschaft um. Wahl von Schützenbruder Gerhard Creutzberg zum Schützenmeister.
30.4.1950 Die Stadt gibt die Gebäude an die Schützengesellschaft zurück.
3.5.1951 Eröffnungsschießen der Nachkriegssaison.
29.3.1952 Es sollen vier KK-Stände eingerichtet und ein Erdwall aufgeschüttet werden.
26.8.1952 Beitritt zum neuerstandenen Kreisschützenverband Südharz.
1953 Die Schießstände werden mit Telefon und Signalanlage ausgestattet. Die Stadt gewährt der Schützengesellschaft die alten Privilegien wieder.
1956 Umbau des Schießstandes von 60- auf 50-m Bahnen.
4.7.1956 Die neue automatische Scheibenzuganlage wird erprobt.
1958 Die Pokalmeisterschaften des Kreisschützenverbandes Südharz werden in Bad Sachsa ausgetragen.
1964 Die Schützengesellschaft feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Dabei tritt der neue Spielmannszug zum 1. Mal offiziell auf.
Ab 1965 Erstmaliges Ausschießen einer Schützenkönigin.
1967 Umbau auch des Königsstandes auf eine 50-m Bahn.
Ab 1967 Ausstattung aller Stände mit automatischer Seilzuganlage.
Ab 1970 Die Wertung beim Königs- und Preisschießen erfolgt durch Teilermessen.
Ab 1975 Das Schützenfest wird jeweils vom Freitag bis zum Montag gefeiert.
Ab 1976 und 1982 Die Schützengesellschaft erwirbt die für den Neubau eines Schützenheimes benötigte Fläche, sowie weitere Geländestücke von der Stadt in Erbpacht.
1976 / 77 Neubau eines Schützenheimes und seiner Nebenanlagen, Erdarbeiten im Schießbereich, Einbau von Dränagen, Verlegen von Stromkabeln zur Beleuchtung der Scheiben und Errichtung eines Pistolenstandes. Enorme freiwillige Arbeitsleistungen durch Mitglieder.
15.5.1982 Einweihung der neuerbauten Luftgewehrstände bei einem Frühlingsfest.
8.10.1982 Erste Durchführung eines Nachtschießens auf eigenen Ständen.
1983 Bau und Einweihung der neuen Mehrzweckhalle (32 x 25 m); Abbruch der alten Anlagen einschließlich des Machwitz-Zeltes. Hier müssen ca. 5.000 freiwillige Arbeitsstunden und eine Vorfinanzierung durch »Bausteine« (von mehr als 50.000 DM) hervorgehoben werden. Die Halle steht nicht nur der Schützengesellschaft, sondern auch anderen Organisationen und Vereinen zur Verfügung.
1985 Fertigstellung der bisher noch fehlenden Pistolenstände.
1989 Jubiläumsfeier anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Schützengesellschaft.
   
   
   
   

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