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Die GEMA zeigt Menschlichkeit 08.03.2009
Unserem gestellten Antrag auf eine Härtefallregelung ist entsprochen worden. Aus den zuvor geforderten 374,14 € wurden 155,79 €. Wir bedanken uns für diese Entscheidung bei den zuständigen Mitarbeitern der GEMA.
Wer soll das bezahlen ? 25.02.2009
Diese Frage muss man sich stellen, wenn man die GEMA Abrechnung für den Schützenball sieht. Mit einer nicht zu überbietenden Dreistigkeit wird hier eine Summe von 374,14 € gefordert, wobei schon ein Sport-Rabatt von 20 % berücksichtigt wurde. Wo soll das noch hinführen ? Wer kann unter solchen Bedingungen noch eine öffentliche Festlichkeit ausrichten ? Die große Frage ist jedoch, wofür kassiert dieser Moloch eigentlich so viel Geld bei einer so kleinen Veranstaltung? Hier stimmt das Verhältnis nicht mehr und führt dazu, dass es bald keine Aktionen dieser Art mehr geben wird. Auf jeden Fall waren dies die letzten GEMA Gebühren für einen Schützenball.
Der Schützenball 2009
Wo waren die Mitglieder der Schützengesellschaft am 14.02.2009 ? Eigentlich sollten sie im Kursaal den traditionellen Schützenball feiern. Einmal im Jahr sollte man zeigen, dass man dazugehört und dazu beiträgt, dass dieser Ball in Zukunft bestehen bleiben kann. Aber leider dachten nur sehr wenige so. Entweder herrschte eine totale Geburtstagsfeierflut, es gab ein supergünstiges Urlaubsangebot, man gab einem anderen Veranstalter den Vorzug, es trat ein Spätschichtboom auf, oder es interessierte einfach nicht, ob es weitergeht wie bisher. Auf jeden Fall fehlten viele Mitglieder, die Damengruppe, die Pistolenschützen, die Gewehrschützen, die Böllerschützen, die passiven Mitglieder, wo waren sie alle??? Wir danken den Vereinen aus Bad Sachsa und den Ortsteilen sehr für ihre Teilnahme an diesem Ball, denn ohne sie wäre es noch viel schlimmer gewesen. Selbst die sonst immer mit einer kleinen Anzahl anwesenden Ratsherren und Mitglieder der Verwaltung waren in diesem Jahr anscheinend zu anderen Veranstaltungen gegangen. Keine Bürgermeisterin und auch kein Vertreter. Es zeigt sich ganz deutlich, dass viele einfach nicht begreifen, dass ein Verein so eine Veranstaltung nur durch Beteiligung von zahlenden Gästen möglich machen kann. Wir haben keine Sponsoren, die hier großzügig Aktionen finanzieren. In meiner Begrüßung der Gäste habe ich ja schon angekündigt, dass es einen Schützenball in dieser Form nicht mehr geben wird. Entweder es gibt Zusammenschlüsse mit anderen Vereinen, denn dann würde ich es nochmals versuchen, oder der Schützenball findet im reduzierten Rahmen in einem kleineren Saal statt. Denn für die paar Interessierten ist das dann durchaus genügend.
So, nun genug mit den negativen Eindrücken, es gibt auch Gutes zu berichten. Für 10,00 Euro Eintritt bekamen die Besucher ein Programm geboten, dass nur mit einem Wort zu bezeichnen ist: SPITZENMÄSSIG. Die wenigen Besucher haben ihre Entscheidung zur Teilnahme sicher nicht bereut. Sie bekamen einen Ballabend geboten, der nicht so schnell vergessen wird. Angefangen bei der Musik, die von der Showband Nightflame geboten wurde, sie war super. Es gab für jede Geschmacksrichtung etwas. Ob langsam oder schnell, ob Walzer, Oldymusik oder Hits aus der Gegenwart. Es wurde mit sehr viel Können und Gefühl dargeboten. Ich kann nur sagen: Herzlichen Dank an die Showband Nightflame. Sie wird uns auch beim kommenden Kreisverbands-Schützenball, am 17.10.2009 hier im Kursaal unterhalten.
Dann wäre als nächstes Highlight zu nennen: Die "Die Hobbysänger" boten uns ein Programm mit 4 Sängerinnen und einem Sänger an, dass man leicht ins Schwärmen geraten konnte. Das war schon nicht mehr Hobby- sondern Profiqualität. Es gab Beifall ohne Ende und durch Zugabe um Zugabe, war aus der geplanten halben Stunde spielend eine ganze geworden. Doch die Zeit verging wie im Fluge und die Zuhörer waren einfach begeistert. Ob es Jeanette und Sally Hoffmann, Kerstin und Janine Klauenberg, oder der erste Vorsitzende des Vereins, Andreas Sekulla war, hier kann man wirklich sagen, da steckt Talent, da steckt Freude an der Musik und da ist auch optisch alles perfekt. Ich wünschen den Hobbysängern weiterhin sehr viel Erfolg. Sie treten übrigens am 20. März mit der kompletten Besetzung im Fannys auf.
Nun komme ich zum Geheimtipp von Heike und Bernd Heinrich (Musikexpress). Die beiden netten Menschen gaben mir den Hinweis auf einen ganz jungen Künstler, der sein Hobby in der Zauberei und der Magie ausübt. Er konnte für diesen Abend verpflichtet werden und hat die Besucher wirklich begeistert. Tony Zyrus und seine bezaubernde Partnerin, sowie sein Vater Jens als Assistent, boten uns als Magic-Zyrus eine Vielfalt von Tricks und Illusionen. Ob die Befreiung aus der Zwangsjacke, der schwebende Tisch, das schier unerschöpfliche Rohr, die verschwundene -, oder die unverwundbare Dame, begeisterten das Publikum ebenso wie das schnelle Umkleiden eines Schützenbruders, oder der Personentausch in und auf der Kiste. Viele kleine Kunststücke, nonstop vorgetragen ließen die Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskommen und die Zeit verging wie im Fluge. Auch dem erst 19 Jahre alten Tony Zyrus, seiner gleichaltrigen Partnerin und seinem Vater wünschen wir weiterhin viel Erfolg bei ihren Auftritten. Sie kann man gerne, ebenso wie auch die Hobbysänger, jedem Veranstalter guten Gewissens empfehlen.
Den Abschluss des Abends gestaltete dann wieder die Sowband Nightflame mit sehr guter Tanzmusik. Ein Kompliment auch an Martin Both und sein Team. Bewirtung und Speisen wurden in gewohnt guter Qualität angeboten, der Service stimmte ebenfalls, so dass dieser Abend insgesamt für jeden Gast ein schönes Erlebnis war.
WB